Teneriffa-Panorama "Humboldt-Blick", fotografiert von Wladyslaw Sojka. Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.



Mit dem Wohnmobil auf die Kanarischen Inseln Teil 4

Heute gab es bezüglich des Wetters nichts zu meckern. Die Sonne schien, kein Wölkchen trübte den Himmel, und von unserem Übernachtungsplatz aus hatten wir freie Sicht auf den Teide. Also nichts wie hin bzw. hinauf.
Über Chio, mit Blick auf die Insel La Gomera, nahmen wir wieder die TF 36 bis zum Teide. Mit der Baumgrenze hatten wir auch die Schneefallgrenze von gestern erreicht. Auch wenn der Schnee die Landschaft verzauberte, die Straßen waren frei, und so kamen wir schneller als gedacht bei den Roques de Garcia an. Dort lag erstaunlicherweise kaum noch Schnee, auch nicht auf dem Teide. Vulkane und Felsen sind für uns spektakuläre Landschaftsformen, die uns stark an Südamerika erinnern.
Von hier aus kann man sogar mit bloßem Auge die Seilbahnstation erkennen. Die Leute, die hier hoch fuhren auf immerhin über 2.000 m über dem Meer, und das bei niedrigen Temperaturen, waren teilweise in Badelatschen und die Damen in Stöckelschuhen unterwegs. Am Parador beim Teide hatten wir ein nettes Erlebnis. Als wir langsam mit unserem Bimobil den Parkplatz verlassen wollten, stand ein älteres Ehepaar freundlich lächelnd am Straßenrand und schaute uns erwartungsvoll an. Als wir anhielten und die Scheibenfenster herunter ließen, erklärten sie uns, dass sie als Besucher unserer Homepage uns an unserem Wohnmobil erkannt haben, und dass ein Bekannter von ihnen, ebenfalls Leser unserer Berichte, immer sagen würde, den Mann möchte ich mal kennen lernen. So etwas freut einen natürlich. Danke für die angenehme Begegnung.
Und nur kurze Zeit später hatten wir es uns gerade auf einem Parkplatz bequem gemacht und das Heckfenster mit Aussicht zum Teide geöffnet, als der HRZ auf Sprinterbasis von Roswitha und Manfred hinter uns einparkte. Wir hatten die beiden gleich am ersten Tag unserer Ankunft auf Teneriffa am Stand von Las Teresitas getroffen. Wir machten es uns in unserer Hecksitzgruppe gemütlich und erzählten vom Reisen. Interessant war, das die Beiden nicht nur an der Asienreise, sondern auch an der nach Madagaskar mit Kostya Abert teilgenommen haben.
Durch die uns mittlerweile vertraute Lava ging es mit einem letzten Blick auf den Teide, der immer mehr von Wolken zugedeckt wurde, über Tamaimo zurück nach Alcala zu unserem Übernachtungsplatz beim Hotel Gran Melia. Bei unserem bisherigen Übernachtungsplatz angekommen, mussten wir feststellen, dass es außer unserem auch noch andere Wohnmobile gibt, nämlich die der Tinerfenos (so heißen die Einwohner von Teneriffa). Am Wochenende werden die wohl los gelassen und besetzen jede Stellplatzmöglichkeit in Meeresnähe. Unser Platz war jedenfalls belegt. Dank unserer geringen Länge von unter sechs Metern kamen wir aber an der anderen Seite des Hotels unter, wo längere Wohnmobile keine Chance zum Einparken haben. So hatten wir das Glück, dort unbehelligt und allein die Nacht verbringen zu können.
Nach den tollen Erlebnissen der letzten Tage am Teide hatte uns heute der Alltag wieder mit all seinen Banalitäten wie Einkaufen, Lavanderia suchen und irgendwo Mittagessen. Wir fuhren auf der TF 47 der Küste entlang Richtung Süden. In einem Restaurant in San Juan bestellte ich mir ein Wiener-Schnitzel und Sabine die obligatorischen Spaghetti Carbonara. Angesichts des Preises war ich von der Qualität des Essens überrascht. Auf der Weiterfahrt beeindruckte uns das Golf-Hotel Abama mit einer prächtigen Parkanlage, in die der Golfplatz eingebettet lag. Eine Wohltat für das Auge. Ein kleiner Spaziergang und ein paar Fotos war uns die Anlage wert. In den Ortschaften, durch die wir fuhren, sahen wir an allen möglichen und unmöglichen Stellen die Tinerfenos mit Ihren WoMos stehen. Für uns kommen Plätze direkt am Straßenrand nicht in Frage, es sei denn, es handelt sich um ruhige Seitenstraßen oder Sackgassen. Erstaunlicherweise halten sich die Spanier an die Regel, an der Straße und auf Parkplätzen kein Campingleben zu entfalten mit Campingstühlen, Markisen usw. Trotz der schönen Lage kamen auch diese Plätze nicht in die engere Wahl. Im kleinen Hafen EL Puertito hätte es uns gefallen, und wir wären gerne dort geblieben, aber halt nicht an einem Wochenende, wo schon am helllichten Tag die Generatoren brummen, die Feuerstellen rauchen und die Radios plärren. Trotzdem hier die Daten von dem ansonsten netten Platz.
GPS Daten vom ÜPl Puertito bei Adeje: N 28°06.863‘ W 16°46.046‘
So suchten wir weiter. Unterwegs kam uns ein Kameltreiber von einer nahe gelegen Kamelfarm entgegen. Danach begnügten wir uns mit einem Übernachtungsplatz in einer Sackgasse in Armenime. Das war zwar auch nicht gerade der Hit, aber wir waren wenigstens allein.
GPS-Daten vom Üpl bei Armenime N 28°075.517‘ W 16°46.548‘
Heute ging es an der Costa Adeje entlang bis nach Las Galletas. Beim Sheraton Hotel an der Playa del Duque an der Costa Adeje gibt es sogar einen WoMo-Stellplatz, den wir jedoch nur von außen begutachtet haben. Die Lage ist in Ordnung, Wasser und Entsorgungsmöglichkeit ist vorhanden.
GPS-Daten WoMo Stellpl beim Sheraton Hotel: N 28°05.946‘ W 16°45.064‘
Von der mit Sand aufgeschütteten Playa del Duque kann man neuerdings auf einer durchgehenden 12 Kilometer langen Promenade oberhalb der Strände und vorbei am Jachthafen Colon bis nach Los Christianos spazieren oder radeln. Dabei braucht man nicht zu verhungern oder zu verdursten, denn die Promenade ist gesäumt von unzähligen Geschäften, Restaurants und Kiosken. Die Promenade musste aber noch warten, denn so spät am Abend wollten wir nicht mehr eine solche Strecke zurücklegen, zumindest nicht per Pedes und auch nicht per Fahrrad. Aber mit dem WoMo, denn wir hatten ja noch keinen Übernachtungsplatz. Also mussten wir uns durchwühlen im Sonntagsverkehr von Las Americas und Los Christianos zunächst einmal bis zum Hafen, wo wir im Hafengelände geparkt haben. Im Hafen von Los Christianos spazierten wir ein wenig herum, unter anderem auch auf der Mole. Die Sonne meinte es nicht so gut mit uns, sie lachte wieder nicht vom Himmel. Dafür lächelte mich ein Quad der Hafenpolizei an, dem ich nicht widerstehen konnte.  Am südlichen Stadtrand von Los Christianos drängelten sich zahlreiche spanische Wohnmobile. Für uns war das nicht einladend. Unter der Woche mag das wohl anders sein, aber nicht heute.
GPS-Daten vom WoMo ÜPl Los Christianos N 28°02.641‘ W 16°42.627‘
Also ging‘s weiter bis Las Galletas, wo wir beim Cruz Roja einen schönen Übernachtungsplatz fanden.
GPS-Daten vom ÜPl Las Galletas Arona N 28°00.522‘ W 16°39.728‘
Hier die bisher gefahrene Route auf Teneriffa. Bis jetzt haben wir erst einen kleinen Teil der Insel Teneriffa bereist. Es gibt noch viel zu sehen, obwohl wir nicht jede Barranca abfahren und nicht jedes Bergnest besuchen. Trotzdem ist auch der nächste Bericht sehenswert. Sie schauen ihn doch an??

http://www.rolf-rieber-unterwegs.com

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